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Statement zum Sicherheitsvorfall im Liquid Network

Was passiert ist, wie es weitergeht und was das für dich als Blockschmiede-Nutzer bedeutet

Du hast vielleicht schon davon gehört: Am 6. September wurde das Liquid Network – die Bitcoin-Sidechain, auf der auch unsere Liquid-Wallet basiert – Ziel eines größeren Sicherheitsvorfalls. Wir wollen dir hier kurz und ehrlich einordnen, was passiert ist, wie es weitergeht und was das konkret für dich als Blockschmiede-Nutzer bedeutet.

Wichtig zur Einordnung: Die Liquid-Wallet ist in der Blockschmiede App nicht mehr der Standard. Nur Wallets, die vor dem Update auf Version 3.0.4 erstellt wurden, sind Liquid-Wallets. Jede Wallet, die danach erstellt wurde, ist eine Spark-Wallet und hat mit Liquid nichts zu tun.

Was ist passiert?

Am 6. September 2026 haben Angreifer, die sich selbst als „White Hats" bezeichnen, einen Fehler in der Konsens-Software von Liquid (Elements) ausgenutzt. Dadurch konnten sie rund 4.000 unbesicherte L-BTC erzeugen und über den Peg-out-Mechanismus von SideSwap – einem Partner im Liquid-Netzwerk – aus der Federation-Reserve abziehen. Der Gegenwert lag zum Zeitpunkt des Vorfalls bei etwa 320 Millionen US-Dollar.

Wichtig: Es wurde kein privater Schlüssel gestohlen oder kompromittiert, weder der von SideSwap noch andere. Die Angreifer haben eine Schwachstelle in der Software selbst genutzt, keine Nutzerdaten oder -guthaben waren direkt betroffen. Als Reaktion haben Börsen und Anbieter LBTC-Ein- und Auszahlungen vorübergehend pausiert, um weiteren Schaden zu vermeiden.

Wie geht es weiter?

Die Angreifer haben sich direkt nach dem Vorfall über eine On-Chain-Nachricht gemeldet und erklärt, sie seien White Hats. Blockstream, das Unternehmen hinter Liquid, hat daraufhin über Bitcoin-Transaktionen mit den Angreifern kommuniziert. Ein Großteil der Gelder – etwa 3.400 BTC – wurde inzwischen zurücküberwiesen. Ein Teil, aktuell mit einem Wert von rund 47 Millionen Dollar, befindet sich weiterhin bei den Angreifern; Verhandlungen zur vollständigen Rückgabe laufen.

Wir beobachten die Entwicklung eng und halten dich auf dem Laufenden, sobald es einen finalen Stand gibt – insbesondere, was die vollständige Rückabwicklung und mögliche Konsequenzen für die Liquid-Sidechain selbst angeht.

Was bedeutet das für dich als Blockschmiede-Nutzer?

Falls du noch eine aktive Liquid-Wallet in der Blockschmiede App nutzt: Dein Guthaben ist von diesem Vorfall nicht direkt betroffen, da keine privaten Schlüssel oder Nutzer-Wallets kompromittiert wurden.

Beim Umstieg auf die Spark-Wallet (bzw. grundsätzlich beim Umtausch der L-BTC) müssen wir aber aktuell um etwas Geduld bitten. Der Grund: Das Liquid-Netzwerk unterscheidet zwischen zwei Vorgängen – dem Einzahlen von LBTC in einen Swap-Dienst (Swap-in) und dem eigentlichen Peg-out, also der Umwandlung von LBTC zurück in echtes Bitcoin auf der Bitcoin-Mainchain, die du für den Weg zur Spark-Wallet brauchst (Swap-out). Der erste Schritt funktioniert bei den meisten Anbietern inzwischen wieder, da einige Liquid-Dienste ihre Märkte bereits wieder geöffnet haben. Der zweite Schritt – der eigentliche Swap-out in echtes Bitcoin – ist jedoch weiterhin gesperrt: Das Liquid-Team hat Peg-in- und Peg-out-Vorgänge netzwerkweit pausiert, bis die vollständige 1:1-Deckung von LBTC durch echtes Bitcoin wiederhergestellt ist.

Das Liquid-Team hat öffentlich erklärt, dass genau das ihr nächster Schritt ist: Erst die Deckung vollständig wiederherstellen, dann die Peg-Vorgänge (und damit den Swap-out) wieder freigeben. Sobald das passiert ist, kannst du deinen Umstieg auf die Spark-Wallet (bzw. den Umtausch der L-BTC) wie gewohnt abschließen. Bis dahin bleibt dein LBTC-Guthaben unverändert und sicher in deiner Liquid-Wallet – es besteht kein Handlungsdruck.

Wir beobachten die Entwicklung laufend und melden uns, sobald der Swap-out wieder möglich ist.

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Bei Fragen erreichst du uns wie gewohnt über den Support in den App-Einstellungen oder direkt per E-Mail.

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